Demenz - Schicksal oder Verlust der Entdeckerfreude?

Demenz bedeutet, dass der Verstand (mens) schwindet (de..). Kognitive, emotionale und soziale Fähigkeiten lassen nach und führen zu bedeutenden Einschränkungen im Leben. Besonders das Kurzzeitgedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache und Motorik sind betroffen. In manchen Formen dieser Krankheit treten auch Veränderungen der Persönlichkeit auf.

Die aktuelle Forschung sieht die Ursachen für Demenz in altersbedingten Abbauprozessen und Ablagerungen im Gehirn. Gesicherte Risikofaktoren sind unter anderem Depressionen, Bluthockdruck, Rauchen, Belastung durch Schwermetalle, grosses Übergewicht, Bewegungsmangel und Diabetes. Es könnten aber gemäss verschiedener Studien auch weitere Faktoren die Demenz begünstigen, wie bspw. hoher Konsum von Glutamat, oxidativer Stress im Gehirn (durch freie Radikale und Entzündungen) oder Medikamente gegen Sodbrennen.

Medikamente zur Heilung von Demenz gibt es bisher keine. Die Symptome können allenfalls gemildert werden. Es gibt aber eine Vielzahl von Vorschlägen aus der Naturheilkunde, um die Krankheit zu verhindern oder ihren Verlauf hinauszuzögern:

 

Während die bisherige Forschung hauptsächlich medizinische Ursachen für Demenz sieht, gibt es inzwischen auch andere Sichten auf die Krankheit. Hirnforscher Gerald Hüther gibt die Schuld an der Erkrankung vor allem unserer Lebensweise. Uns fehle oft das Gefühl, unsere Umwelt sinnhaft gestalten zu können. Dies beginne bereits in der Schule. Dadurch verkümmerten die Selbstheilungskräfte des Gehirns.

Gerhard Hüther hat 2017 das Buch "Raus aus der Demenz" (arkana Verlag 2017) veröffentlicht:

 

Der MDR hat dem Thema und dem Buch eine Rubrik gewidmet.

Gerade läuft noch ein Film im Kino, in dem Demenz thematisiert wird. In "Die letzte Pointe" glaubt die 89-jährige Gertrud, an Demenz erkrankt zu sein, obwohl sie noch völlig klar im Kopf ist.
Sehr sehenswert!